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Lebensstil, Politik

Die Anti-Euro-Krieger


The European Union Flag

Überall zwischen Nordkap und Palermo sind die Rechtspopulisten auf dem Vormarsch. Ihr Feindbild: der Euro, die EU, der Islam. Nun holte der finnische Rechtsaußen Timo Soini mit seinen „Wahren Finnen“ 19 Prozent – und drängt in die Regierung. Ein Überblick über Europas Brandstifter.

Berlin/Hamburg – Mal ist es der Islam, mal die Europäische Union. Oder es ist gleich beides. Munter basteln Europas Rechtspopulisten zwischen Nordkap und Palermo an ihren Feindbildern. Jahr für Jahr haben sie damit mehr Erfolg. In immer mehr Ländern ziehen sie in die nationalen Parlamente ein, längst hat sich die politische Europa-Karte populistisch eingefärbt.

In Norwegen, Schweden, Dänemark, Lettland, Litauen, Österreich, Ungarn, der Slowakei, Slowenien, Bulgarien und Griechenland stellen sie Abgeordnete. In Frankreich genießt Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen das Umfragehoch. In Italien und der Schweiz sitzen die Rechten in der Regierung, in den Niederlanden tolerieren sie den Ministerpräsidenten und seine Mannschaft.

Und nun Finnland. 19 Prozent haben die „Wahren Finnen“ bei der Wahl am Sonntag erreicht, ihr früheres Ergebnis damit verfünffacht. Das Programm von Parteichef Timo Soini: Austritt aus der Euro-Zone, Schluss mit Hilfen für überschuldete Mitgliedsländer wie Griechenland oder Portugal. Sein Spruch: „Wir waren bisher zu weich gegenüber Europa. Das muss sich ändern.“

Junge, männliche Wähler werden zur Gefahr für Europa

Nun wird es sich wohl ändern. Denn es gilt als ausgemacht, dass Soini in die neue Regierung einziehen wird. Der Mann ist eine Gefahr für den Zusammenhalt Europas und die Hoffnung der Rechtspopulisten aller Euro-Länder. Denn den neuen EU-Stabilitätspakt hat Finnland bisher nicht ratifiziert. Stimmt das kleine Nordland nicht zu, kann er nicht in Kraft treten. „Das wirtschaftliche Risiko in der Währungsunion wird durch das politische Risiko abgelöst“, zitiert die „Berliner Zeitung“ den Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer.

Der Erfolg der „Wahren Finnen“ müsse die EU „aus ihrem Dornröschenschlaf wecken“, fordert CSU-Europagruppenchef Markus Ferber. Politik aus Brüssel dürfe nicht dazu führen, dass rechtspopulistische Parteien mehr und mehr Aufwind bekommen und das europäisches Projekt in Gefahr gerate.

Doch genau dies geschieht gerade.

Es sind vor allem jüngere, männliche Wähler, die Europa gefährden. Einfaches Bildungsniveau, geringes Einkommen. Das gilt nicht nur für Finnland. Auch die österreichische FPÖ sammelt seit Jahren Stimmen bei dieser Klientel. Mit 26 Prozent in einer aktuellen Umfrage liegt die Partei von Heinz-Christian Strache sogar nahezu gleichauf mit den regierenden Sozialdemokraten. „Die Kanzlerschaft eines Rechtsradikalen“ rücke in greifbare Nähe, schreibt das Magazin „profil“.

In Deutschland gibt es dieses Potential ebenfalls, was die Diskussion um den Bestseller von Ex-Bundesbanker Thilo Sarrazin im vergangenen Jahr zeigte. Nur fehlt bisher der Anführer. Und die Enttäuschten und Frustrierten, die in Österreich FPÖ wählen, werden hierzulande zu einem Teil von der Linkspartei gebunden.

Wer sind die europäischen Rechtspopulisten? Wo haben sie Einfluss? SPIEGEL ONLINE zeigt eine Auswahl.

Anmerkung: Boah, die Kicken sich selbst gegenseitig von der Mauer. An Populismus mangelt es nicht, und die Politiker haben die richtigen Berater um solche Menschen zu animieren. Timo Soini will also gegen Europa antreten, ich frag mich gerade von welcher Ecke er diese Botschaft vermittelt hat. Auf europäischen Boden jedenfalls nicht, sonst müsste er sich selbst herauspicken.

Es sind vor allem jüngere, männliche Wähler, die Europa gefährden.

Zukunftsaussichten schafft man nicht dadurch, dass die junge Generation ausgegrenzt wird. Aber wenn das Problem an diesen jungen Männern liegt, war stellt man sie nicht gleich an die Wand. Etwas mehr nachdenken meine Herren. Zur Europa gehören die jungen Männer dazu. Ich frage mich wirklich was für ein krankes Weltbild so manche haben die solche Aussagen tätigen.  Die Spezies Mann als „Störfaktor“ einer europäischen Gesellschaft anzusehen ist schlechter Geschmack. Aber die unerhört hohe Frequenz kommerzieller Aktivitäten, und hemmungslose Produktion in Überschuss kann wohl nicht wirklich als Wirtschaftswunder angesehen werden. Die Gier nach immer mehr Geld ist schon zu einer Krankheit geworden die nicht nur die jungen Männer niederreißt  sondern Perspektiven zerstört. Etwas mehr Bescheidenheit würde jedem gut tun, vor allem der Wirtschaft. -sem

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