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Politik, Revolution

Gaddafi-Truppen töten ausländischen Fotoreporter


Quelle: Spiegel Online, Vor dem al-Hekma-Krankenhaus: Westliche Journalisten gerieten in Misurata unter Beschuss

In der umkämpften libyschen Stadt Misurata ist offenbar ein westlicher Fotograf getötet worden. Laut „New York Times“ handelt es sich bei dem Toten um einen preisgekrönten britischen Kriegsfotografen. Kollegen vor Ort berichten von drei weiteren verletzten Journalisten.

London – Bei den schweren Kämpfen um die libysche Stadt Misurata sind am Mittwoch mehrere westliche Journalisten in die Schusslinie geraten. Einem Bericht der „New York Times“ zufolge kam dabei der preisgekrönte britische Kriegsfotograf Tim Hetherington um Leben. Drei weitere Journalisten wurden nach Berichten der BBC und der Nachrichtenagentur AFP verletzt.

Laut „New York Times“ sind unter den Verletzten der US-Fotograf Chris Hondros, der unter anderem für die Agentur Getty arbeitete. Er sei schwer verletzt worden. Bei einem der beiden anderen Verletzten handele sich um den Briten Guy Martin. Die Zeitung berief sich auf einen Kollegen im Krankenhaus von Misurata.

Eine Korrespondentin der BBC in Misurata berichtete, nach Angaben von Ärzten befänden sich zwei der Verletzten im kritischen Zustand. Die Journalisten seien Opfer eines Mörserangriffs geworden. Sie hätten sich in der Nähe der Frontlinie aufgehalten. Laut AFP befand sich die Gruppe auf der großen Tripolis-Straße, als die Granate einschlug. Die Straße steht im Zentrum der Gefechte zwischen den Aufständischen und den Truppen von Machthaber Muammar al-Gaddafi, die seit sechs Wochen die Küstenstadt belagern.

Die Zeitschrift „Vanity Fair“, für die Hetherington auch arbeitete, teilte mit, man beobachte die Lage. Es gebe derzeit keine Bestätigung für den Tod Hetheringtons. In seinem letzten Twitter-Beitrag am Dienstag hatte Hetherington geschrieben, er sei in Misurata. Es gebe unaufhörlichen Beschuss durch die Gaddafi-Truppen. „Von der Nato nichts zu sehen“, schrieb er.

500 Übergriffe auf Journalisten

Mit dem Angriff vom Mittwoch in Misurata zeigt sich erneut, wie gefährlich die Arbeit von Journalisten in der Krisenregion ist. Während der Umstürze in Nordafrika und im Nahen Osten ist es Journalisten- und Menschenrechtsgruppen zufolge zu mehr als 500 Übergriffen auf Medienvertreter gekommen. Dabei seien zehn Journalisten getötet worden, teilte das Komitee für den Schutz von Journalisten am Mittwoch in New York mit. Weltweit seien seit Anfang des Jahres 14 Reporter bei der Berufsausübung ums Leben gekommen.

Zwar habe sich nach dem Sturz der langjährigen Staatschefs in Ägypten und Tunesien die Lage der Presse in beiden Ländern verbessert, allerdings nur geringfügig von „grauenhaft zu schlecht“.

Spiegel Online

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