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Mozilla resists US gov’t request to nuke „MafiaaFire“ add-on en-de


The Mozilla Foundation logo

Image via Wikipedia

Mozilla resists US gov’t request to nuke „MafiaaFire“ add-on

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The Department of Homeland Security (DHS) has asked Mozilla to remove a simple Firefox extension that redirects visitors from one domain name to another. Why? Because the MafiaaFire Redirector (no, the name isn’t subtle) makes it easy for Web surfers to bypass the government’s domain name seizures. Mozilla, the foundation that oversees Firefox development, has resisted the request.

Mozilla lawyer Harvey Anderson announced on his blog today that the DHS has asked Mozilla to remove the MafiaaFire add-on from Mozilla’s official online catalogue. The government claimed that the add-on violated the seizure orders it has obtained over the last year against a few hundred domain names accused of copyright and trademark infringement.

Because the government seizes only the site name and not the actual servers, it’s a simple matter for the affected sites to buy a new domain name with a non-US registrar and be back in business within hours. Many have done so. The MafiaaFire add-on automatically redirects Firefox users who enter the old site names to the new site names, making the seizure process even less effective.

Mozilla has, to date, refused to act on the government’s request. Instead, Anderson asked DHS to answer the following questions about whether compliance is a legal requirement or a mere request:

  • Have any courts determined that the MafiaaFire add-on is unlawful or illegal in any way? If so, on what basis? (Please provide any relevant rulings)
  • Is Mozilla legally obligated to disable the add-on or is this request based on other reasons? If other reasons, can you please specify.
  • Can you please provide a copy of the relevant seizure order upon which your request to Mozilla to take down the MafiaaFire add-on is based?

Mozilla has not yet received any response.

Anderson worries that the government may be overreaching here, trying to force intermediaries to act even without legal authority to force compliance.

„One of the fundamental issues here is under what conditions do intermediaries accede to government requests that have a censorship effect and which may threaten the open Internet,“ said Anderson, who cited our own recent interview with a (fiery) Rep. Zoe Lofgren (D-CA).

„In this case, the underlying justification arises from content holders‘ legitimate desire to combat piracy. The problem stems from the use of these government powers in service of private content holders when it can have unintended and harmful consequences. Long term, the challenge is to find better mechanisms that provide both real due process and transparency without infringing upon developer and user freedoms traditionally associated with the Internet.“

As for the developer of the MafiaaFire Redirector, he says that a Chrome version is coming soon and that his work shouldn’t be repressed.

„Now, because my idea, which took less than a week to create—and the Chrome version 2 days—makes them walk around with egg on their face after the millions spent (it cost me less than $100), they went running to Mozilla seeking another favor,“ he tells Ars. „They did not even try to contact us. Hats off to Mozilla for sticking up to them, at first we were afraid if Mozilla would even host it due to its controversial nature but they truly backed up their open source supporting words with actions.“

The plugin source for both Chrome and Firefox is already open-sourced, and Web redirection isn’t exactly complex technology, so there’s probably no putting the genie back in this bottle.

In any event, the redirector was only shortening the time it would take to mount a simple Google search, which leads us to wonder what the next logical step in this progression will be: requiring search engines to stop returning results for seized domain names? >>> arstechnica

German

Mozilla widersetzt sich Anfrage der US-Regierungsstelle gegen die herausnahme des Add-Ons MafiaaFire

Das Department of Homeland Security (DHS) hat Mozilla gebeten, das Add-On MafiaaFire aus ihrem Angebot für Erweiterungen herauszunehmen. Das Add-On ist in der Lage, Besucher von einer Domain auf eine andere weiterzuleiten um so Zensurmaßnahmen der US-Behörde zu umgehen. Die Mozilla Foundation hat sich der Anweisung der Homeland Security widersetzt.

Der Anwalt Harvey Anderson der die Mozilla Foundation vertritt, bestätigte in seinem Blog das die DHS gebeten hatte, dass Add-On aus den offiziellen Mozilla Katalog zu entfernen. Weiterhin behauptet die Regierung das Add-On verletzte deren Zensur-Anordnungen gegen im letzten Jahr hunderte von Domainnamen die gegen Urheberrechts- und Markenverletzungen verantworlich waren.

Da die Regierung nur die Namen der Seiten sperrt und nicht die tatsächlichen Server, sind viele ins Ausland gewechselt die nicht vom US-Registrar erfasst sind. Das Add-On leitet die Besucher auf den neuen Site-Namen. Der Beschlagnahme-Prozess der DHS hat also keinen Einfluss auf ins Ausland gewechselte Server – Effektivität gleich Null.

Bis heute hat sich Mozilla den Anordnungen der Regierungsstelle geweigert. Statt dessen bat Anderson die DHS folgende Fragen zu beantworten:

  • Haben Gerichte festgestellt dass das MafiaaFire Add-On rechtswidrig oder in irgendeiner Weise illegal ist? Wenn ja, auf welcher Grundlage? (Bitte geben Sie alle relevanten Entscheidungen an)
  • Ist die Mozilla Foundation gesetzlich dazu verpflichtet das Add-On zu deaktvieren oder beruht diese Anforderung auf andere Gründe? Wenn aus anderen Gründe, können Sie diese bitte angegeben.
  • Können Sie uns bitte eine Kopie der relevanten Beschlagnahme zusenden auf dessen Grundlage Sie in Anfrage zum entfernen des MafiaaFire Add-Ons fordern?

Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat die Mozilla Foundation keine Antwort erhalten.

Anderson ist besorgt darüber und vermutet, das die Regierungsstelle ohne rechtliche Befugnis auf eigene Faust die Einhaltung erzwingen möchte.

„Eine der grundsätzlichen Fragen ist hier, unter welchen Bedingungen die Regierung diese Forderung aufstellt, und uns dazu zwingen möchte den Zensurmaßnahmen der Regierungen nachzugehen, dass eine Bedrohung für das offene Internet darstellt“, sagte Anderson der von diesem Interview zitierte.

„In diesem Fall würde die Begründung durch die Rechteinhaber “ und ihrem legitimen  Wunsch zur Bekämpfung der Piraterie initiiert.
Das Problem bei solchen Einsätzen der Regierung beruht darin, den privaten Rechteinhabern Befugnisse einzuräumen um schädliche Folgen abzuwenden.
Die Herausforderung ist jedoch langfristig bessere Mechanismen und ein ordnungsgemäßes Verfahren zu  Entwickeln das für Transparenz sorgt, und weder eine Verletzung für Entwickler noch die Freiheiten der Anwender im Internet hervorruft.

Der MafiaaFire Entwickler teilte bereits mit, dass bald eine Version für Chrome folgen wird und seine Arbeit nicht durch solche Maßnahmen untedrückt werden sollte.

Jetzt wo meine Idee innerhalb einer Woche verwirklicht wurde und für google Chrome 2 Tage, laufen sie blindlinks nach Mozilla. Mit uns haben sie keinen Kontakt aufgenommen. Hut ab vor Mozilla die sich durch solche Eingriffe nicht haben einschüchtern   lassen.

Der Quellcode des Plug-Ins für Chrome und Firefox ist Open Source, und es ist keine allzu komplexe Technologie. Die Maßnahme das Genie zurück in die Flasche zu stecken wird wohl nicht Umsetzbar sein.

Auf jeden Fall, ist der Redirector eine Zeitersparniss für eine einfach Google Suche. Was wäre jetzt der nächste Schritt? Anfrage bei der Suchmaschine, Ergebnisse von der Regierung gesperrten Seiten bei der Suche zu Unterbinden?

Kommentar: Private Unternehmen vor Urheberechtsverlezungen zu Schützen und gleichzeitig Maßnahmen ergreifen um mit den Gesetzen im Rücken ungeliebte Angebote zu Sperren. Das ist die eine Seite der Medaille, die andere ist, dass man sich darüber hinwegsetzt und genau solche Unternehmen (in diesem Fall die Mozilla Foundation) für ihre Angebote auf die schwarze Liste zu setzen. Denn so wie ich mittlerweile die US-Regierungsstellen kennen gelernt habe, werden auch solche Schritte in naher Zukunft von Bedeutung sein.
Ich denke hier hat die USA bewiesen, dass es nur nach ihrem Willen geschehen muss, andere Länder und Gesetze spielen für diese mittlerweile Arroganten Politiker und Behörden keine Rolle. Je mehr ich darüber nachdenke, je mehr werde ich ein Anti-USA-Mensch. Im Grunde ist das von mir nicht gewollt, sondern von denen so herbeigeführt worden. Entsprechend werden wohl in nächster Zeit meine Artikel für die USA eher mit einer negativen Note versehen….

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