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Gesellschaft, Lebensstil, Politik

Teil der Welt des angeblichen Großbürgertums und Adels: Betrug. Gedeckt von bisher nicht behelligten Professoren.


Das Blendwerk sog, Doktoren in der Politik fällt wie ein Kartenhaus zusammen. Man diskutiert ja täglich über die Inkompetenz so mancher Politiker – wie wahr. Denn jetzt müssen wir anfangen darüber nachzudenken, ob einige gemachte Aussagen nicht abgeschrieben wurden. Die sog. Ghostwriter die weiter unten beschrieben werden, sind gut bezahlt worden, damit sich Politiker und Unternehmer mit ihrer gestohlenen intelligenten Art brüsten können. Die Aberkennung des Titels ist ein Verlust der keinem wehtut, vor allem denen nicht die ihn gestohlen haben. Nein, hier muss konsequent durchgegriffen werden. Das beste Mittel um solchen Menschen – auch in der Zukunft – Angst zu machen ist eine ordentliche Geldstrafe. Wenn man darüber nachdenkt wie viel Vermögen durch solche Betrüger aufgebaut wurde wird mir ganz übel. Vor allem in der Politik sind das Steuergelder die woanders dringender hätten eingesetzt werden können. Aber so lassen wir doch die Arbeitslosen betteln, die Sanierung der Infrastruktur kann ja warten, Hauptsache man kann jedes Wochenende feiern und Kleider im Wert mehrerer tausend Euro tragen – der Rest der Welt kann zum Teufel gehen. Und von solchen Menschen lassen wir uns regieren. Wehe wenn irgendwann mal herauskommt, dass Wahlergebnisse in einem Hinterzimmer beschlossen werden und Stimmen nur für die Unterhaltung des Volkes da sind…. -sem

„Die Zahl der prominenten Ex-Doktoren wächst: Nach Karl-Theodor zu Guttenberg muss jetzt auch die Tochter von Edmund Stoiber den Dr. vor ihrem Namen streichen.“ So berichtet sueddeutsche.de. Siehe auch vroniplag.wikia.com. Und auch bei der Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments Koch-Mehrin (FDP) wächst der Verdacht auf Plagiate. Die Universität Bayreuth hat den Bericht zum Fall Guttenberg veröffentlicht. (Siehe unten Anlage) Darin wird Vorsatz festgestellt. Die Gutachter – Doktorvater Häberle und der Zweitgutachter – kommen glimpflich davon. Das ist nicht gerechtfertigt. Albrecht Müller.

In dieser Situation ist zweierlei zu fordern:

Erstens, dass die Damen und Herren mit Doktortitel in den Reihen von Politik und Wirtschaft freiwillig ihre Titel zurückgeben, wenn sie mithilfe von Plagiaten und/oder Ghostwritern erworben worden sind.

Zweitens, dass den Gutachtern besser und nachhaltiger auf die Finger gesehen wird. Es riecht nämlich zum Beispiel im Fall Guttenberg deutlich nach einem Sumpf von politischer, ideologischer und gesellschaftlicher Verfilzung. Was Guttenberg gemacht hat, kann man sich nur leisten, wenn man annehmen kann, die ideologische und gesellschaftliche Nähe zum Doktorvater sei belastbar. Es wäre ja auch nichts geschehen, wenn ein anderer weit weg in Bremen und die Experten im Netz nicht recherchiert hätten. Den Sumpf wird man nur trockenlegen können, wenn man die Gutachter belangt, jedenfalls ausführlich recherchiert und öffentlich berichtet. Nur dann wissen ihre potentiellen Nachfolger, dass es für ihren Ruf gefährlich wird, wenn sie Gefälligkeitsgutachten machen.

Hier noch die Hinweise auf themenrelevante Meldungen:

  1. Plagiate in der Dissertation
    Stoiber-Tochter verliert Doktorgrad
    11.05.2011, 10:31
    Die Zahl der prominenten Ex-Doktoren wächst: Nach Karl-Theodor zu Guttenberg muss jetzt auch die Tochter von Edmund Stoiber den Dr. vor ihrem Namen streichen.
    (…)
    Quelle 1: SZ
    Quelle 2: vroniplag.wikia.com
  2. 10. Mai 2011, 16:41 Uhr
    Uni fordert Stellungnahme
    Es wird eng für Silvana Koch-Mehrin

    Die Uni Heidelberg macht ernst mit Silvana Koch-Mehrin: Die Hochschule hat die Spitzenpolitikerin aufgefordert, sich zu ihrer umstrittenen Doktorarbeit zu erklären. Der Verdacht, dass die Liberale in erheblichem Umfang unsauber gearbeitet habe, hat sich offenbar erhärtet.
    (…)
    Quelle: SPIEGEL Online
  3. 11. Mai 2011, 12:39 Uhr
    Abschlussbericht in Bayreuth
    Guttenberg gibt Familie Mitschuld an Doktorschmu

    Guttenbergs Doktor-Plagiat war keine Schludrigkeit, sondern eindeutig Vorsatz – das befindet die Uni Bayreuth in ihrem Abschlussbericht. Den Gutachtern macht die Uni nur verhaltene Vorwürfe und zitiert aus Guttenbergs Entschuldigung: Der Druck durch seine Familie sei groß gewesen.
    (…)
    “Summa cum laude” war nicht gerechtfertigt
    Die Kritik der Kommission an Guttenbergs Doktorvater, dem emeritierten Staatsrechtsprofessor Peter Häberle, und dem Zweitgutachter Rudolf Streinz, die die Arbeit mit der Bestnote “summa cum laude” bewertet hatten, fällt vorsichtig aus.
    (…)
    Quelle: SPIEGEL Online
Nachdenkseiten

Diskussionen

Ein Gedanke zu “Teil der Welt des angeblichen Großbürgertums und Adels: Betrug. Gedeckt von bisher nicht behelligten Professoren.

  1. Schau an, die Nächste. Die Politikerin Silvana Koch-Mehrin, tritt von allen politischen Ämtern zurück. In einer schriftlichen Erklärung hieß es, sie wolle verhindern, dass ihre Familie durch die öffentliche Diskussion weiter belastet werde. Ich frage mich, wieviele da noch folgen werden und vor allem, warum werden die Doktorarbeiten nicht veröffentlicht? Da könnte sich der normale Bürger auch mal ein Bild davon machen.

    Verfasst von rhein main | Mai 12, 2011, 4:28 pm

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