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Lebensstil, Wirtschaft

Schuften für adidas – für einen Hungerlohn


Skandalöse Zustände in Zulieferfabriken von Sportgiganten: Arbeitsrechtsexpertin beleuchtet auf Vortragsreise unwürdige Arbeitsbedingungen

Münster (ots) – Auf dem Spielfeld zählt Fairplay – in den internationalen Sportbekleidungsfabriken dagegen herrscht das Prinzip der knallharten Ausbeutung: Die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen, die vom 16. Juni bis zum 17. Juli in Deutschland ausgetragen wird, lenkt nicht nur den Blick auf sportliche Leistungen, sondern auch auf das Schicksal jener, die in Weltmarktfabriken in Ländern des globalen Südens Trikots, Hosen und Schuhe für namhafte internationale Sportkonzerne fertigen.

Welche unwürdigen Zustände in den Fabriken der Sport-Markenunternehmen herrschen, zeigte Anfang des Jahres der Fall eines adidas-Zulieferers in El Salvador: Hungerlöhne prägten den Arbeitsalltag der Näherinnen – sie mussten für 72 US-Cent pro Stunde schuften. In der Fabrik lagen die Temperaturen nachmittags bei 37 Grad. Das Trinkwasser der Fabrik war stark verschmutzt; Durchfall, Darmkrankheiten und Infektionen waren keine Seltenheit. Sechs ArbeiterInnen wurden entlassen, weil sie gewagt hatten, ihre KollegInnen zu warnen, dass das Fabrikwasser nicht trinkbar ist. Überstunden wurden verordnet, obwohl dies illegal ist. Gewerkschaftsgründungen wurden durch Einschüchterungen verhindert.

Die Christliche Initiative Romero (CIR) tritt vor diesem Hintergrund am 23. Mai eine Informationsreise durch Deutschland an. Im Rahmen der Rundreise, die bis zum 4. Juni dauert, wird Montserrat Arévalo, Psychologin und Geschäftsführerin der salvadorianischen Frauenorganisation Mujeres Transformando, über den Arbeitsalltag und Arbeitsrechtsverletzungen in Sportbekleidungsfabriken ihres Landes berichten, die auch für adidas und Puma produzieren.

Im Rahmen der Rundreise sind Pressetermine möglich. MedienvertreterInnen wenden sich zwecks Absprache bitte an die Christliche Initiative Romero, Herrn Maik Pflaum, Telefon 0911 / 214 23 45, Mobil: 0151-206 544 30, Mail pflaum@ci-romero.de .

Termine der Rundreise mit Montserrat Arévalo, Arbeitsrechtsexpertin 
aus El Salvador: 

- Montag, 23. Mai, 19.30 Uhr: Infoveranstaltung, Lutherkirche, 
Schülerstraße 16, 32756 Detmold 

- Dienstag, 24. Mai, 19 Uhr: Infoveranstaltung, Regionalzentrum, 
Waisenhausstraße 1, 82362 Weilheim 

- Mittwoch, 25. Mai, 19.30 Uhr: Infoveranstaltung, Katholische 
Hochschulgemeinde, Edith-Stein-Haus, Hermann-Köhl-Straße 25, 86159 
Augsburg 

- Donnerstag, 26. Mai, 20.00 Uhr: Infoveranstaltung, Kolpinghaus, 
Breuer Sälchen, Am Rinnentor 46, 64625 Bensheim 

- Freitag, 27. Mai, 18 Uhr: Infoveranstaltung, Kulturzentrum, 
Wilhelmstraße 9/1, 71638 Ludwigsburg 

- Montag, 30. Mai, 19.30 Uhr: Infoveranstaltung, FZH Vahrenwald, 
Vahrenwalder Straße 92, 30165 Hannover 

- Dienstag, 31. Mai, 18 Uhr: Infoveranstaltung, Hörsaal des Instituts
für Sportwissenschaften, Sprangerweg 2, 37075 Göttingen - Mittwoch, 1. Juni, 20 Uhr: Goal, Ritterstraße 12-14, 10969 Berlin

-Freitag, 3. Juni, 11 Uhr: Podium mit Puma, VAUDE u.a.; Deutscher 
Evangelischer Kirchentag, St. Petrus, Gemeindesaal, Dohnaer Str. 53, 
01219 Dresden

Die Christliche Initiative Romero setzt sich seit 1981 für Arbeits- und Menschenrechte in Ländern Mittelamerikas ein. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Unterstützung von Basisbewegungen und Organisationen in Nicaragua, El Salvador und Guatemala sowie die Kampagnen- und Bildungsarbeit in Deutschland. Ziel ist, eine Brücke zwischen den Ländern des Südens und Deutschland zu schlagen. Im Sinne ihres Namensgebers, des 1980 ermordeten salvadorianischen Erzbischofs Oscar Romero, setzt sich die Initiative gegen Ungerechtigkeitsverhältnisse ein und ergreift Partei für die Armen.

Pressekontakt:

Maik Pflaum
Christliche Initiative Romero (CIR)
Büro Nürnberg
Burgstr. 1-3
90403 Nürnberg
Fon ++49 - (0)9 11 - 214 2345
E-Mail pflaum@ci-romero.de
Internet www.ci-romero.de

Kommentar: In unserer heutigen Zeit ist die Ausbeutung der Menschen keine große Überraschung mehr. Zwar sind in Europa die Arbeitsbedingungen noch relativ gut, aber seit der Einführung der Jobcenter, sind Arbeitnehmer zu einem stück Ware geworden das billig verkauft wird. Die ausnützung durch Anwendung phylogischer Mittel „seih froh das du Arbeit hast“ erhöhen zusätzlich den Druck. Für große Unternehmen zählen nur Zahlen, und wenn diese nicht nach ihren Vorstellungen stimmen, werden die Produktionsstätten in Länder gebaut wo man mit einer noch korrupteren Regierung als in Europa, diese Menschen bis zur Ohnmacht zur Arbeit zwingen kann. Man sollte sich also genau Überlegen ob die Markenhersteller – quer durch die Bank – die Dinge die wir so toll finden, nicht mit dem Blut und die Opfer ausgebeuteter Menschen bezahlen.-sem

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