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Anonymous

Anonymous – Distributed-Denial-of-Service = Ziviler Ungehorsam


Politische Anerkennung von DDos-Attacken als virtuelle Sitzblockaden

In Deutschland wird die Beteiligung an Distributed-Denial-of-Service-Attacken als „Computersabotage“ gewertet und nach § 303b Abs. 1 StGB mit bis zu drei Jahren  Freiheitsstrafe oder mit Geldstrafe geahndet.

Prinzipiell lässt sich eine DDoS-Attacke jedoch treffender mit einer Sitzblockade vergleichen. Daher sollte man sie auch dementsprechend beurteilen. Ketten sich Umweltaktivisten an Gleise, so muss der CASTOR-Transport gestoppt werden. Technisch gesehen trifft dies auch auf DDoS-Attacken zu, da man gezielt mit sinnlosen Anfragen die Server überlastet und somit deren Transport von Informationen stoppt. Diese Attacken richten keinen physischen Schaden an, sondern sollen lediglich den Betrieb der Webpräsenzen für den Zeitraum der DDos-Attacke einschränken.

Sitzblockaden kann man mit Hilfe der Polizei auflösen, auch wenn diese etwas Zeit dafür benötigt. Ähnlich kann man auch DDoS-Attacken mit Hilfe von Aktualisierungen bzw. Neuinstallation von entsprechenden PlugIn’s oder der Optimierung der Firewall- und Servereinstellungen auflösen.

Desweiteren ist zu berücksichtigen, dass ein Demonstrant, der sich an einer Sitzblockade beteiligt, nicht danach gefragt wird wodurch sein Handeln legitimiert wird, obwohl sein Verhalten den Tatbestand der Nötigung entspricht. Wir sehen darin einen eklatanten Widerspruch.
Anonymous möchte mit diesen virtuellen Sitzblockaden seinen zivilen Widerstand gegen bestimmte Konzerne, Großunternehmen oder Teile der Regierung zum Ausdruck bringen.

Ziel waren, sind und werden nie Unbeteiligte sein. Sei es in Form eines direkten Angriffes oder durch Folgen, die dadurch entstehen.

Vergangene Angriffe, wie zum Beispiel auf das PlayStation Network haben lediglich deren Webpräsenz geschadet. Die entwendeten Userdaten wurden von anderen Gruppen, welche unter Mitwissen von Sony schon über einen Monat sich an deren Datenbank versucht haben, ergattert. Sony hat nichts dagegen unternommen. Medien haben daraufhin fälschlicherweise Anonymous als Sündenbock dargestellt. Ähnlich, wie bei Servergate, als man versuchte Anonymous als terroristische Organisation darzustellen, welche gezielt Atomkraftwerke übernehmen wollte – was nebenbei erwähnt mit einfachen DDoS auf deren Webpräsenz unmöglich ist. Leider geben diese Medien stark verfälschte Inhalte wieder. Derartige Reaktionen entstehen aus mangelnder Sachkompetenz der Redakteure oder – wahrscheinlich – mit der Intention der Auflagensteigerung durch Verunsicherung und Angstschürung durch Desinformation.

Wieso diese harten Strafen? Wir fordern DDoS-Attacken als virtuelle Sitzblockade im Sinne des zivilen Ungehorsams anzuerkennen und angemessenere Reaktionen folgen zu lassen.

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