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Politik, Revolution

Gaddafi lehnt Rücktritt erneut ab – Kämpfe gehen weiter


Tripolis (Reuters) – Der neue Vermittlungsversuch des südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma in Libyen scheint ebenfalls erfolglos geblieben zu sein.

Machthaber Muammar Gaddafi habe zwar einen Waffenstillstand angeboten, Forderungen nach einem Rücktritt aber erneut abgelehnt, sagte Zuma. Gaddafi sei auch nicht bereit, sein Land zu verlassen. Unmittelbar nachdem Zuma Libyen verlassen hatte, setzte die Nato ihre Luftangriffe auf Libyen fort. Nach Berichten des staatlichen Fernsehens griffen die Flugzeuge am Dienstag zivile und militärische Ziele in einer 40 Kilometer südöstlich von Tripolis gelegenen Wüstensiedlung an. Zudem sei ein Bezirk in der Hauptstadt aus der Luft bombardiert worden.

Durch die Angriffe und die internationalen Sanktionen wird die Versorgungslage in den von Gaddafi und seinen Truppen kontrollierten Gebieten immer problematischer. Der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe in Libyen, Panos Moumtzis, sprach von einer tickenden Bombe. Noch gebe es keinen Hunger und keine Unterernährung. Wenn der Konflikt aber noch länger dauere, könnten die Vorräte bald erschöpft sein. Das sei nur eine Frage von wenigen Wochen.

In der Rebellenhochburg Benghasi sicherte Italiens Außenminister Franco Frattini den Kämpfern Hilfe im Wert von Hunderten Millionen Euro zu. Der Minister äußerte sich überzeugt, dass die Zeit für Gaddafi bald abgelaufen sei. Dafür gebe es einen einfachen Grund, sagte Frattini: „Wir sprechen über eine Person, der die engsten Freunde weglaufen. Er hat seine Legitimität in Libyen verloren.“

Unterdessen gehen die Kämpfe im Land weiter. Bei Misrata gab es heftige Gefechte im westlichen Vorort Dafnijah. Eine Fotografin der Nachrichtenagentur Reuters berichtete von dort, die Truppen Gaddafis feuerten mit Raketenwerfern auf die Stellungen der Rebellen, die gegen ihre Gegner vorrückten.

Für die Rebellen werde die Situation schwieriger, weil sie jetzt ihre gewohnte städtische Umgebung verlassen hätten und auf dem freien Feld kämpften, sagte einer ihrer Sprecher. Dort seien die Gaddafi-Truppen mit ihren schweren Waffen im Vorteil.

Kämpfe wurden auch aus der westlibyschen Bergregion gemeldet. Ein Sprecher der Aufständischen berichtete telefonisch, die jüngsten Gefechte hätten in der Nacht zum Dienstag östlich der Stadt Sintan stattgefunden. Die Rebellen wollten ihre Angriffe aber nicht intensivieren, um Zivilisten zu schützen. Er forderte die Nato auf, die Luftangriffe auf die Gaddafi-Truppen zu verstärken. Die Nato sei zu langsam und mache zu wenig, obwohl die Rebellen sie mit Informationen über die Stellungen der Gaddafi-Truppen versorge.

http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE74U0DD20110531

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