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Gesellschaft, Medien, Politik

Anonymous: Botschaft an die sächsische Polizei erfolgreich angekommen – Danke


Zunächst mal möchte ich mich bei allen Bloggern und Freunden bedanken die mich bei dem heiklen Thema „GEMA“ meinen Posteingang mit freundlichen Warnungen gefüllt haben. Ganze 80 Emails zu diesem Thema das ja, wie ich zugeben muss viele kontroversen hervorbringt, wurden bisher gezählt. Dennoch kämpfe ich für den freien Informationsfluss und nehme kein Blatt vor den Mund.

Der Vorteil bei den Stream-Medien die für ihre Informationsherausgabe bezahlt werden wollen und der freien Blogger-Gemeinschaft die sich (in den meisten Fällen) der Wahrheit verschrieben haben liegt darin, dass die Stream-Medien die politische Legitimation haben und über solche Inhalte berichten dürfen. Inhaltlich decken sich die Artikel. Dennoch werden Blogger die „brisante“ Themen ans Tageslicht bringen politisch Verfolgt während die Bezahlvariante wie auf freier Wildbahn herumfischen kann wie sie möchte. Allerdings möchte ich zu bedenken geben, dass deren Informationen durch Blogger wie mich und natürlich vielen anderen zur Verfügung gestellt werden. Kurz gesagt: Die Stream-Medien nehmen unsere Artikel werden dafür bezahlt und wir werden als Dankeschön von den Behörden verfolgt – Prost!

Ohne uns und den vielen Menschen die im Internet Informationen preisgeben, weitergeben, veröffentlichen und diskutieren, hättet ihr liebe Bild, Spiegel und viele andere Tages-, Wochen- und Sonntagsblätter wenig zu berichten. Also nehmt uns endlich ernst! Es ist wohl Notwendig, dass Menschen wie Anonymous einer Sache erst annehmen müssen damit die Politik die Möglichkeit erhält darauf zu reagieren – Sprich: Erst wenn die Botschaft überall verbreitet wird, ist man gezwungen zu handeln – ist das denn nötig?

Jeder der auf der politischen Bühne und Strafverfolgungsbehörden diesen Artikel ließt sollte über folgendes aufgeklärt werden: Wir sind keine Bösen Menschen (bis auf ein paar Ausnahmen🙂 ) – sind wir für eine bessere Welt bestrebt das zu tun was nötig ist um es zu erreichen. Dabei ist unsere Waffe der freie Informationsfluss den wir ausgiebig ausnutzen. Die Blockierung von Webseiten durch sog. DDos-Attacken ist ein Protest um Aufmerksamkeit zu erzielen. Dabei ist es nicht das Ziel, in die Systeme zu gelangen um Daten auszuspähen. Sicherlich nutzen einige diese Gelegenheit um dies zu tun unter dem Deckmantel von Anonymous. Aber genau so wie wir verhindern können, dass Strafverfolgungsbehörden und andere Dienste sich in unseren Chat-Räumen aufhalten, genau so wenig können wir andere daran hindern die Einbrüche in Systeme sein zu lassen.

In mir ensteht der Eindruck, dass der Aufwand bei der Suche nach der sprichwörtlichen „Nadel im Heuhaufen“ dazu geführt hat, dass keine Selektion mehr stattfindet. Statt dessen wird wahllos in die Menge gegriffen und der- oder diejenige die mit geringen Schutz erkannt, verfolgt wird. Dies ist weder Rechtens noch beinhaltet dies irgendeine gesetzliche Grundlage mit der man das rechtfertigen könnte. Einschüchterung und Androhung mit Gefängnisstrafe ist bei Ihnen zur Gewohnheit und nicht die Ausnahme geworden. Dass ist sehr Schade und auch mit ein Grund, warum versierte und fähige Hacker die Schnauze voll haben und ebenso in die Menge schießen (bildlich gesprochen).

Bemerken möchte ich noch, dass Anonymous auch Operationen enthält die Behörden bei der Aufdeckung von Straftaten helfen sollen – ja, auch das ist Anonymous!

Ich freue mich das die Botschaft viele Medien heute angesprochen hat und um so mehr, dass der Inhalt und die Zusammenstellung von den Menschen bei Anonymous gut gelungen ist. Dank auch an dieser Stelle an Anonymous Germany!

Euer Commander Sem

Artikelgegenstand:

https://serpentsembrace.wordpress.com/2011/06/21/anonymous-botschaft-an-die-sachsische-polizei/ 

Bericht: Sächsische Polizei wertet massenhaft Daten aus

Die massenhafte Datenauswertung der sächsischen Polizei, über die am Wochenende berichtet wurde, ist laut dem MDR kein Einzelfall. Seit zwei Jahren werden einem Bericht des Senders zufolge beim Landeskriminalamt Sachsen tausende Kundendaten der Baumarktkette OBI und Mobilfunkdaten aus dem Bereich der Dresdner Neustadt gespeichert und ausgewertet. Dabei geht es um einen Brandanschlag auf Bundeswehrfahrzeuge in der Dresdner Albertstadtkaserne am 12. April 2009, der bisher noch nicht aufgeklärt wurde.

Die Polizei habe auf der Suche nach vermutlich linksextremen Tätern 162.000 Rechnungsbelege von OBI beschlagnahmt und mit Daten von Mobilfunknutzern mit dem computergestützen Datenabgleichsystem EFAS abgeglichen. Diese Daten seien noch nicht gelöscht worden. Die Belege waren für die Polizei wichtig, weil eine Komponente eines am Tatort sichergestellten unbeschädigten Brandsatzes nur bei OBI erhältlich war.

Die SPD kritisierte laut dem Bericht eine „systematische Überwachung“, die erschreckende Ausmaße annehme. Carsten Biesok von der Landtagsfraktion der FDP, die in Sachsen mitregiert, meinte, die Ereignisse zeigten, dass man der Polizei bestimmte Mittel „nicht in die Hände geben dürfe“. Das gelte vor allem für die Vorratsdatenspeicherung und präventive Telefonüberwachung. Am Wochenende war bekannt geworden, dass die Polizei nach Protesten gegen Neonazi-Aufmärsche Mitte Februar in Dresden Handyverbindungen tausender Demonstranten und Anwohner ausgewertet hat.

Heise Online 

Meine Kollegen aus Netzpolitik dürfen natürlich nicht fehlen:

Sachsen: Noch ein Fall von Massen-Überwachung

Die Aufregung über die jeder Beschreibung als “unverhältnismäßig” spottende Überwachung einer Demonstration in Dresden ist noch nicht vorbei, da kommt in Sachsen schon der nächste Überwachungsskandal auf: Wie der mdr berichtetwerden seit 2009 tausende Kundendaten der Baumarktkette OBI sowie zehntausende Mobilfunkdaten aus dem Bereich der Dresdner Neustadt beim Sächsischen Landeskriminalamt gespeichert und ausgewertet.

Zu dieser Maßnahme sieht man sich wegen des Brandanschlags auf Bundeswehrfahrzeuge veranlasst.

Insgesamt 162.000 Einkaufsjournale der Terrorismusbedarf- und Baumarktkette OBI wurden beschlagnahmt und computergestützt ausgewertet – ohne Erfolg und wohl auch ohne Sinn, außer das in den Brandsätzen Teile verbaut waren, die es nur bei dieser Kette zu kaufen gab. Da gerät man natürlich schnell mal unter Generalverdacht.

Zu der Telefonüberwachung sind bisher noch keine weiteren Zahlen bekannt. Da geht also noch was!

Netzpolitik.org 

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist von drei Personen erstellt worden, im Grunde aber bildet es meine eigene Meinung wieder lässt sich aber nicht auf das kollektiv Übertragen. Wenn also jemand nicht damit einverstanden ist – dann ist das Pech😀

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