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Netzwelt, Wirtschaft

Britische Unterhaltungsindustrie schmiedet mit der Regierung Pläne für Internetsperren


Mir tun die armen Menschen dort Leid, was mögen die jetzt denken, wenn ihr Regierung und deren Lobbyisten eine chinesische Firewall im herzen Englands installieren. Schnelle Zensur, schnelles Abschalten ohne jegliche Vorwarnung oder gesetzlichen Eingriff. Wahr ist, dass England sich mit diesem Schritt sich selbst aussperrt. Und viele Hacker reiben sich jetzt die Hände und können es kaum erwarten eine Lücke nach der anderen zu öffnen und Systeme zu kompromittieren. Glauben die denn wirklich das sie damit Erfolg haben? Great Copyright Firewall = Great Fall of British Empire.

Britische Unterhaltungsindustrie schmiedet mit der Regierung Pläne für Internetsperren

Boingboing berichtete heute von einem geleakten Vorhaben, in Großbritannien eine Zensurinfrastruktur zu errichten. Dort will man effizienter gegen Webseiten vorgehen, die gegen das Urheberrecht verstoßen.

Anscheinend treffen sich seit einiger Zeit ausgewählte Vertreter der Unterhaltungsindustrie (Publishers Association, BPI, Motion Picture Association etc.) hinter verschlossenen Türen mit Ed Vaizey, dem britischen Kultur- und Kommunikationsminister. Die aus den Treffen hervorgegangenen vertraulichen Dokumente wurden zunächst an das Blog von James Firth geschickt. Er erklärt in einem Artikel vom 21. Juni ausführlich, wie sich die Lobbys der Unterhaltungsindustrie für eine „Great Copyright Firewall“ in Großbritannien mithilfe von Internetsperren “auf freiwilliger Basis” einsetzen.

„Expertengremien“ sollen eingerichtet werden, die darüber entscheiden, zu welchen Webseiten die Briten Zugang erhalten oder nicht. Die Pläne beinhalten weiterhin Vorgehensweisen, um schnell und einfach zu zensieren und sogar relativ zügig Streaming von Live-Events abzuschalten:

Evidence should also be submitted to show the urgency with which the measures are sought to inform any balance that needs to be struck by the expert body and the Court between the need for swift action and the need for sufficient evidence.

Die Organisation Open Rights Group wurde auf ihre Anfrage zur Teilnahme von den Treffen ausgeschlossen. Die Organisation hat hier den kompletten Vorschlag veröffentlicht und eine Kampagne gestartet.

Der Vorsitzende der Open Rights Group, Jim Killock, erklärte zu den Vorhaben:

This is a dangerous and ill-thought out proposal. Worse still, rights holders have tried yet again to hide their ideas away from public scrutiny, in order to sneak them forward without democratic debate. We need to take action to protect ourselves from these destructive censorship plans.

Open Rights Group: Rights holders’ proposed voluntary website blocking scheme

Consumer Focus: Response to ‘Addressing websites that are substantially focused on infringement’ working paper (pdf)

(Crossposting von vasistas?)

Netzpolitik.org

LEAKED: UK copyright lobby holds closed-door meetings with gov’t to discuss national Web-censorship regime (boingboing.net)

3 Count: Breaking Flies (plagiarismtoday.com)

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