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Forschung, Lebensstil, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft

Deutschland einig Wutbürgerland


Insgeheim wissen es doch alle, die Wirtschaft boomt dank dem Euro, doch den Bürgern aller Länder in Europa hat es bisher nur Ärger gebracht. Was hat uns denn der Euro tatsächlich gebracht? Preissteigerungen, reale Löhne wurden bisher nur geringfügig angepasst, bei Länder bei denen Lebensmittel vor dem Euro wirklich günstig waren, haben sich die Preise verdreifacht. Klar, dass die Unternehmen besonders die großen und vor allem die aus dem Finanzsektor das „Swimmingpool“ Euro nicht aufgeben wollen. Den Bürgern geht es aber immer schlechter, immer mehr finden keine Arbeit oder leben an ihrem Existenzminimum -TROTZ ARBEIT. Die Umverteilung des Geldes in aller Herren-Länder bringt nur den Finanzinstituten einen hohen Gewinn ein ohne jemals dafür gearbeitet zu haben. Die Politik profitiert dadurch das sie von diesen Unternehmen mit attraktiven Nebenjobs und satte Spenden überhäuft wird. Warum sollte man sowas den aufgeben? Der Finanzsektor ist ein Katastrophentreiber, ihnen allein gebe ich die Schuld für viele ungerechte Dinge auf dieser Welt. Wenn man von einem Übel spricht, dann ist das hier der Feind der zu bekämpfen ist. Ich persönlich habe kein Bock mehr auf Europa, weg mit dem Euro und weg mit dem Binnenmarkt, jedes Land muss wieder zurück zu den Wurzeln um für sich selbst versorgen zu können. Diese Abhängigkeit  hört nicht bei Griechenland auf…

Die Skepsis steigt und gerade jetzt wo wir auf einen Weg sind alles zu verlieren -oder vielleicht durch den Sturz des Euro- mehr zu gewinnen, schickt sich China an mit einer gewaltigen Finanzspritze Ungarn unter die Arme zu greifen. 

Graffiti an einem öffentlichen Gebäude in Thessaloniki - Foto @dpa

Die Stimmung ist gekippt: Eine Mehrheit der Deutschen will den Griechen kein Geld mehr geben. Konservative und Linke, Arme und Reiche, sie alle sind jetzt Euroskeptiker. Die Krise entwickelt sich zu einer Zerreißprobe zwischen Volk und Volksvertretern.

Der Mann hat Angst. Fast eine Stunde lang hat er vom Redner auf der Bühne zu hören bekommen, warum er Griechenland retten muss: Weil die EU Frieden bedeutet. Weil Deutschland neun Nachbarn hat. Weil wir die Nase nicht zu hoch tragen sollten. Dann drohe Krieg. Nun dürfen die Zuhörer Fragen stellen, und der Herr in den beigen Bundfalten, selbst ein Nachkriegskind, steht im Hamburger Bürgerviertel Wandsbek am Mikrofon und spricht über Furcht. Nicht vor Panzern. Er fürchtet die Milliarden, die dem deutschen Bildungssystem bald fehlten. „Wieso habe ich den Eindruck, dass die Rettung fremder Länder immer wichtiger ist als die unseres eigenen Landes?“

Da wird es ganz still im Saal, und auf der Bühne ringt Peer Steinbrück um Fassung. „Deutschland ist auf Europa angewiesen“, sagt er schließlich und klingt zum ersten Mal an diesem Abend wirklich betroffen. „Ich hoffe, das habe ich klargemacht.“

Die Deutschen sind nicht überzeugt

Hat er nicht. Da kann Deutschlands beliebtester Politiker den Sinn der Milliardenhilfen erklären, die auch seine Opposition nicht grundsätzlich in Frage stellt, oder die ungeliebte Kanzlerin: Die Deutschen sind von der Notwendigkeit der Euro-Rettung nicht überzeugt. Nicht die SPD-Wähler, die in Hamburg über „diese astronomischen Summen“ schimpfen und fragen, wo das Geld denn herkommen soll. Nicht die Unions-Anhänger andernorts in der Republik. Während die Regierung in Berlin ein Rettungspaket nach dem anderen für Griechenland und andere absegnet, ist im Land die Stimmung umgeschlagen.

„Im Juni ist es gekippt“, sagt Manfred Güllner, Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa. Noch im Mai hatten sich nach einer Forsa-Umfrage 52 Prozent der Befragten für weitere Hilfen ausgesprochen. Jetzt sind es nur noch 45 Prozent. In einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach für die F.A.S. sagten 71 Prozent der Befragten, sie hätten das Vertrauen in eine gemeinsame europäische Währung verloren – das sind fünf Prozentpunkte mehr als im April. Vor drei Jahren lag die Zahl der Euroskeptiker noch unter 50 Prozent. Die neue Ablehnung geht quer durchs politische Spektrum, von links nach rechts – nur die Grünen-Wähler sind noch nicht mehrheitlich für einen Stopp der Kredite.

Weiterlesen: http://www.faz.net/artikel/S30638/schulden-krise-euro-skeptiker-deutschland-einig-wutbuergerland-30448144.html

Eine Aktivistin mit der Maske von Merkel steht mit einem Koffer mit der Aufschrift „I love Brussels” vor dem Kanzleramt in Berlin - Foto @dpad

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