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Forschung, Umwelt, Wirtschaft

VW: Greenpeace enthüllt die dunkle Seite des Automobilkonzerns


Seit einigen Wochen ist ein neuer VW-Werbespot im Fernsehen zu sehen: Ein Kind im Darth-Vader-Kostüm möchte mit Hilfe der Macht den Alltag bezwingen, aber scheitert kläglich – außer beim VW Passat. Die Werbung lässt den Zuschauer schmunzeln, doch dahinter steckt ein Automobilkonzern, der tatsächlich eine dunkle Seite besitzt.

Mit einer Parodie auf den VW-Spot The Force wirft Greenpeace Großbritannien jetzt ein Licht auf die dunkle Seite des Konzerns: der Konzern bekämpft schärfere Klimaschutzgesetze. Das Video ist ab heute unter www.vwdarkside.com/de zu sehen. Dabei handelt es sich um eine Weiterführung der Original-VW-Werbung. In der Hauptrolle: der Autohersteller als der böse Darth Vader, den die Kinder, allesamt Star-Wars-Charaktere, im Visier haben.

Der Marktführer trägt Verantwortung

Hintergrund ist ein heute von Greenpeace veröffentlichter Bericht, der zeigt: Als europaweit größter Konzern mit dem höchsten CO2-Fußabdruck trägt VW eine überragende Verantwortung bei der Verbrauchsminderung. Greenpeace fordert VWdaher auf, die dazu notwendige und bereits vorhandene Spritspar-Technologie ohne Aufpreis für jeden Kunden verfügbar zu machen. Auf der oben genannten  Website können sich User direkt an dieser Rebellion beteiligen.

Entgegen seiner öffentlichen Selbstdarstellung und trotz seines überragenden Potentials hat VW ein schwaches umweltpolitisches Profil, erklärt Wolfgang Lohbeck, Klima- und Verkehrsexperte beiGreenpeace. Wir hoffen, mit unserer Kampagne die guten Seiten bei VW hervorzulocken.Aus dem Bericht geht hervor, wie der Autohersteller seit Jahren mit der Entwicklung von Ein-, Zwei- und Drei-Liter-Autos verblüfft – während er im Verkauf vor allem auf Spritschlucker setzt. Die vorhandene Technik (BlueMotion) gibt der Autohersteller nur in geringem Umfang und zu erhöhten Preisen an seine Kundschaft weiter. Des Weiteren ist der Konzern mit Lobbyarbeit gegen den Klimaschutz aktiv.

Schlaglicht auf die dunkle Seite des Volkswagen-Konzerns

Der Einfluss von VW ist nicht nur bestimmend für die gesamte europäische Modellpolitik anderer Hersteller, er geht weit darüber hinaus: Der Konzern ist zum Beispiel dagegen, dass die europäischen CO2-Grenzwerte verschärft werden und gegen die Festschreibung eines europäischen Klimaziels von 30 Prozent. Der Automobilhersteller argumentiert, dies würde zu einerDeindustrialisierung Europas führen.

Greenpeace fordert, dass der Marktführer seine besonders rückständige und verbrauchsintensive Version des Golfs ersatzlos vom Markt nimmt und dass der nächste Golf (Golf VII) weniger als drei Liter verbraucht. Außerdem soll sich der Konzern an die Spitze der Bewegung für scharfe Abgasgrenzwerte und mehr Klimaschutz setzen. Wir wollen erreichen, dass Volkswagen sich von seinerdunklen Seite emanzipiert und auf die helle Seite kommt, so Lohbeck. von Lena Küpper Greenpeace 

VW: The Dark Side – Das Manifest der Rebellion

 

Unsere Heimat, die Erde, ist in Gefahr. VW bekämpft zwei wichtige europäische Klimaschutzgesetze: strengere Emissionsziele und scharfe CO2-Grenzwerte für Autos. Ohne die Gesetze droht der Erde dasselbe Schicksal wie Alderaan! (Mehr dazu unter VWs geheimer Plan.) Noch ist nicht alles verloren, wir spüren deutlich: Es steckt Gutes in Volkswagen!

Die Rebellion fordert VW dazu auf, sich von der dunklen Seite der Macht abzuwenden und unserem Planenten eine Chance zu geben.

Für strenge CO2-Klimaziele
Von wegen nachhaltig: Volkswagen gibt jedes Jahr Millionen aus, um Lobbyarbeit gegen strengere EU-Klimaziele zu finanzieren. Auf diese Weise wird verhindert, dass CO2-Reduktionsziele von 20 auf 30 Prozent bis 2020 angehoben werden. Andere Unternehmen – darunter Google, Ikea, Sony, Unilever und Philips – dagegen unterstützen strengere Ziele. Volkswagen darf nicht hinterher hinken.

Für strenge C02-Grenzwerte bei Autos
Effizientere Autos kosten weniger im Betrieb, verbrauchen weniger Öl und stoßen weniger CO2 aus. Seit langem betreibt VW Lobbyarbeit gegen strenge EU-Richtlinien, mit denen wir von unserer Öl-Abhängigkeit loskommen könnten. Als größter Autobauer Europas trägt VW auch die größte Verantwortung. VW muss Farbe bekennen und scharfe CO2-Grenzwerte unterstützen.

Taten statt Worte!
VW will der „umweltfreundlichste Autobauer der Welt“ sein, aber nur 6 Prozent der 2010 verkauften Autos waren mit VWs Spritspar-Technologie ausgestattet. VW kann es besser, deshalb fordern wir: VWs Fahrzeugflotte muss bis 2040 komplett ohne Öl auskommen.

Weitere Infos zur Kampagne: http://www.vwdarkside.com/

 

 

 

 

 

 

 

 

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