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Datenschutz, Security

KISSMETRICS Große Onlineunternehmen umgehen anonymes Surfen


Security-Forscher aus den USA warnen vor neuen Verfahren, mit denen die Wege von Internetnutzern verfolgt werden können. Mit Technik des Unternehmens Kissmetrics haben unter anderem Amazon, Hulu und Spotify Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre umgangen.Das Löschen von Cookies oder das Einschalten des privaten Modus im Browser reicht nicht mehr, um anonym zu surfen. Das geht aus einer Arbeit der Universität UC Berkeley hervor. Die Wissenschaftler beschäftigten sich bereits seit 2009 mit Techniken wie Flash-Cookies und LocalStorage-Objekten, welche sich verwenden lassen, um Surfer zu verfolgen.

Dabei sind sie nun auf das Unternehmen Kissmetrics gestoßen, das recht ausgefeilte Skripte verwendet, zu denen die Forscher auch Codebeispiele veröffentlicht haben. Dabei kommt eine Kombination aller bisher bekannten Techniken zum Einsatz, die es dem Anwender äußert schwer macht, noch die richtigen Einstellungen zu finden. Große Anbieter wie Amazon, Hulu und Spotify bedienten sich des Angebots von Kissmetrics, berichten die Forscher.

Nachdem Wired die Unternehmen auf die Ergebnisse der Untersuchung aufmerksam gemacht hatte, beendete Hulu die Zusammenarbeit mit Kissmetrics. Hulu hat die Verwendung der Technik ausgesetzt und will die Mechanismen zunächst selbst genau untersuchen. Der Meldung zufolge sollen auch noch weitere bekannte Onlineangebote die Tracking-Funktionen nutzen. Da noch eine Stellungnahme der Unternehmen aussteht, will Wired die Namen bisher nicht nennen.

Gegenüber dem Medium verteidigte sich Kissmetrics-Gründer Hitten Shah. Sein Unternehmen verletze mit seinen Angeboten keinerlei rechtliche Vorschriften und betreibe das Tracking auch nicht „aus bösartigen Gründen“. Kissmetrics erklärt auf nun eingerichteten Webseiten etwas genauer, wie die Technik funktioniert. Für Anwender gibt es auch eine Opt-Out-Seite, die ein Cookie setzt, das die weitere Verwendung des Tracking verhindern soll.

Quelle: Golem 

Kissmetics Opt-Out mit Ghostery

Anmerkung: Mit dem Add-On Ghostery kann man Kissmetics blockieren, dazu installiert man das Firefox oder Chrome Add-On und richtet Ghostery beim ersten Start ein. Unter den Punkt Enable bug blocking kann man aus der Liste Kissmetrics und andere Dienste auswählen und blockieren.

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