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Lebensstil, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft

US-Schuldenkrise und deutsche Wissenschaftler wollen zurück – Auf einmal?


Heute schreibt der Spiegel: Wissenschaftler im Ausland-Holt uns zurück!

So also ist das, da sehen wohl einige ihre Felle davon schwimmen, denn Amerika muß sparen, wie durchsichtig! 100 Wissenschaftler, die Deutschland einst den Rücken gekehrt haben, haben erkannt, Deutschland fehlt der Nachwuchs. Und was ist schon unter schwarz-gelb einfacher, als sich an Christian Wulff zu wenden und dem Bundespräsidenten einen Bittbrief zu schreiben, darin gleich entsprechende Forderungen zu stellen, der Lobbyismus regiert ja in Deutschland, speziell im Bereich Wissenschaft.

Diese Wissenschaftler sind äußerst dreist, muß man sagen, denn natürlich sind auch amerikanische Universitäten betroffen, wenn gespart werden muß, hier wie dort trifft es den Bildungssektor immer zuerst, werden Fördermittel gestrichen, werden zuerst die ausländischen fachkräfte eingespart, bevor man der eigenen Klientel an den Kragen geht, und in Amerika kommt eines hinzu, dort studieren an Nobeluniversitäten die Reichen, die Söhne und Töchter derer, die sich derzeit bei Republikanern und Demokraten zerfleischen.

Deutsche im Ausland sind auch nicht so dämlich, dass sie nicht dazu in der Lage sind, zu sehen, wer dort gerade regiert, auch diese Damen und Herren haben eher begüterte Elternhäuser, die sich das teure Studium an Eliteuniversitäten leisten können. Was also liegt ferner, als eben in einer Zeit, in der es einem selbst ans Leder zu gehen droht, dem Bundespräsidenten zu schreiben. Jene, die sich hier auf Staats- und Steuerkosten ausbilden ließen, und dann abzogen, als es woanders mehr gab.

Jetzt also wollen 100 von ihnen zurück und sie müssen sich beeilen, denn spätestens in 2013 wird in Deutschland gewählt, und dann ist die Obermutter der Lobbyisten in Deutschland weg vom Fenster. Und was passt schon besser, als daheim anderen, die in Hochzeiten mit doppelten Abiturjahrgängen die Stellen an den Universitäten wegzunehmen, die ihnen eigentlich zustünden, was liegt in der derzeitigen Situation in Amerika näher, als nach Hause zu gehen und sich dort vom sozialen Netz mit seinen niedrigen Sozialversicherungsgebühren und Krankenversicherungen auffangen zu lassen?

Mögen diese Wissenschaftler, die Deutschland den Rücken aus schierem Egoismus kehrten nun sehen, wo sie bleiben, ob es nun Deutsche sind, oder nicht, und ansonsten sollen sie den harten Weg gehen wie jeder normale Mensch auch. Deutschland ist doch kein Wunschkonzert, das man spielenlässt, wie es einem gerade eben persönlich in den Kram passt, und auch kein Kuchen, aus dem man sich nur die Rosinen herauspickt!

Andere Länder haben auch gute Absolventen, die wissen warum sie herwollen, und es wäre unfair, nun wenigen, die ihre Felle wegschwimmen sehen hier aufzufangen, denn wenn es ihnen passt, wenn es woanders lukrativer ist, dann sind diese Rückkehrer auch ganz schnell wieder weg.

Und was Deutschland in der Wissenschaft am wenigsten braucht, ist die weitere amerikanisierung und Verquickung mit der Wirtschaft. Jene Zeitgenossen fordern aber genau das, und dem muß ein Riegel vorgeschoben werden, denn hier gilt noch immer eine gewisse Chancengleichheit auch für jene aus ärmeren verhältnissen, und diese Eliten haben nicht das Recht, weil es gerade so schön passt, das weiter zu zerstören!

Sie sind für den eigenen Vorteil gegangen, mögen jene Wissenschaftler jetzt auch bleiben wo der Pfeffer wächst! Jeder ist seines Glückes Schmied, und das geht nun den Bach runter, nur daran haben jene, die hier ihr Glück fanden keine SChuld, und man muß verhindern, dass sie sich samt Wunschvorstellungen hier breitmachen und anderen, die hierblieben, die Zukunft nehmen!

Dreister geht es wohl kaum! Es wäre ein absoluter Skandal, wenn diese Wissenschaftler Gehör finden!

©denise-a. langner-urso

Foto- Gerd Altmann / pixelio.de

Quelle: menschenzeitung

Diskussionen

Ein Gedanke zu “US-Schuldenkrise und deutsche Wissenschaftler wollen zurück – Auf einmal?

  1. Dumme Fragen

    „Es gibt keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten“, sagen die Dummen, und fragen immer wieder die Politiker, mit welcher Finanz- oder Wirtschaftspolitik die „Finanzkrise“ zu beenden sei. Die dummen Antworten der Politiker werden immer erst im Nachhinein als solche erkannt, was die Dummen nicht davon abhält, weiterhin dumme Fragen zu stellen. So fragen jene, die sich haben einreden lassen, die „Finanzkrise“ sei schon beendet, mit welcher Finanz- oder Wirtschaftspolitik die „Schuldenkrise“ zu beenden sei.

    Das erkenntnistheoretische Problem besteht darin, dass eine intelligente Frage nur stellen kann, wer den Großteil der Antwort schon kennt. Die erste intelligente Frage lautet: Warum glauben Politiker, es könnte eine wie auch immer geartete Finanz- oder Wirtschaftspolitik geben, um die „Finanzkrise“ (korrekt: beginnende globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes) zu beenden? Die Antwort formulierte der Freiwirtschaftler Otto Valentin in seinem Artikel „Warum alle bisherige Politik versagen musste“ 1949 in einem Satz:

    „Im Grunde ist Politik nichts anderes als der Kampf zwischen den Zinsbeziehern, den Nutznießern des Geld- und Bodenmonopols, einerseits und den Werktätigen, die den Zins bezahlen müssen, andererseits.“

    Die einzige Möglichkeit, die globale Liquiditätsfalle abzuwenden, ist eine freiwirtschaftliche Geld- und Bodenreform, denn der Krieg – zwecks umfassender Sachkapitalzerstörung, um den Zinsfuß hochzuhalten – konnte nur solange der Vater aller Dinge sein, wie es noch keine Nuklearwaffen gab! Und weil „Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld“ (Silvio Gesell, 1916) wiederum das, was wir heute – am Ende des zivilisatorischen Mittelalters – als „hohe Politik“ bezeichnen, überflüssig macht, kann ein Politiker die freie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus (echte Soziale Marktwirtschaft) gar nicht erst andenken.

    Die zweite intelligente Frage lautet: Welcher kollektive Wahnsinn ließ die halbwegs zivilisierte Menschheit Massenarmut, Umweltzerstörung und Krieg in Kauf nehmen und heute vor der größten anzunehmenden Katastrophe der Weltkulturgeschichte stehen, statt in allgemeinem Wohlstand auf kaum noch vorstellbarem technologischem Niveau in einer sauberen Umwelt und selbstverständlichem Weltfrieden zu leben?

    „Man bedenke, es handelt sich nur um einen Roman. Die Wahrheit wird – wie stets – weit erstaunlicher sein.“

    Arthur C. Clarke, Vorwort zu „2001“

    Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert
    http://www.deweles.de/willkommen.html

    Verfasst von Stefan Wehmeier | August 1, 2011, 10:30 am

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