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Datenschutz, Netzwelt, Security

Weg mit Facebooks Gesichtserkennung!


Image representing Facebook as depicted in Cru...

Image via CrunchBase

Auf die Gefahr hin mich wiederholen zu müssen, wer es nicht vermeiden kann oder einfach den Dienst unbedingt nutzen möchte, sollte seine persönlichen Daten vor einer Veröffentlichung peinlich genau überprüfen. Dienste wie Facebook werden gerne von Behörden aufs Korn genommen. Aber mir geht es hier nicht in erster Linie darum diejenigen zu Schützen die gerne über Facebook ihre kriminellen Aktivitäten ergießen, sondern die Vermeidung und den Missbrauch eurer Daten. Ich habe deshalb bewusst den Dienst für meine persönliche belange nicht ins Auge gefasst. Weiter nutze ich Daten mit denen solche Dienste nichts Anfangen können – zumindest kein Profil vor mir erstellen können. Nicht jeder der sich verbirgt hat schlechte Gedanken. Im Grunde können Datenschützer nur darauf Hinweisen, machen können sie in den meisten Fällen eh nichts. Auch wenn dabei eine Einigung erzielt wird, ist es keine Garantie das Facebook durch ihre bereits umfangreichen Datensammeltools nicht doch weiterhin diese Software nutzt.

Der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar hat Facebook erneut aufgefordert, die Gesichtserkennung abzuschalten und gespeicherte Daten zu löschen. „Sollte Facebook diese Funktion weiterhin aufrechterhalten, muss sichergestellt werden, dass nur Daten von Personen in die Datenbank eingehen, die zuvor wirksam ihre Einwilligung zur Speicherung ihrer biometrischen Gesichtsprofile erklärt haben“, teilte Caspar mit. Sollte Facebook auf die Forderungen nicht eingehen, will der Datenschützer rechtliche Schritte in Erwägung ziehen.

Die automatische Gesichtserkennung sei ein schwerer Eingriff in das informationelle Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen, erklärte Caspar. Sie sei an europäische und nationale Datenschutzstandards anzupassen oder abzuschalten. Bei der Datenspeicherung dürfe der Netzwerk-Anbieter nicht lediglich auf ein intransparentes Widerspruchsverfahren verweisen. In Deutschland hat Facebook rund 20 Millionen Mitglieder.

Wenn Nutzer Bilder beim Online-Netzwerk hochladen, prüft eine Software, wer darin abgebildet ist, und schlägt den Nutzern vor, ihre Facebook-Freunde in den Fotos zu markieren. Voraussetzung ist, dass ein Bild der Person bereits einmal von einem Facebook-Bekannten mit dem Namen verknüpft wurde. Facebook hat unlängst versichert, dass nur die Namen von Bekannten vorgeschlagen werden und man die Funktion jederzeit abschalten sowie vorhandene Namens-Tags löschen könne. Datenschützer Caspar befürchtet hingegen, dass bei Facebook die vermutlich weltweit größte Datenbank mit biometrischen Merkmalen einzelner Menschen entsteht.

Quelle: Stern

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