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Gesellschaft, Medien, Politik

Der BND und der Mauerbau Jemand hat die Absicht …


Ostberliner Arbeiter bewehren die Krone der Mauer in Berlin mit Glassplittern am 22. August 1961

Das Nachrichtendienste und einige wenige andere Behörden nicht so Ticken wie man es Real als eine „saubere Lösung“ nennt, dürfte dem einen oder anderen einleuchten. Denn schließlich sind gesammelte Informationen die möglicherweise von Nutzen sein könnten lebenswichtig für ihre geplanten Operationen. Unabhängig davon, welche Gründe eine Rolle gespielt haben, der Bevölkerung diese Informationen zurückhalten, bin ich der festen Überzeugung, dass eine entsprechende Gegenmaßnahme und Publikation möglicherweise der Mauerbau hätte verhindert werden können.

Der Bundesnachrichtendienst sah lange keinen Anlass, sein Tun öffentlich zu erörtern. Hat er den Bau der Mauer vorhergesehen? Bisher geheime Aktenteile geben nun Lagemeldungen aus den Wochen vor dem Mauerbau preis.

03. August 2011

Hat der Bundesnachrichtendienst (BND) den Bau der Mauer vorhergesehen? Wusste der Dienst, was im Sommer 1961 in Berlin-Pankow und Moskau geplant wurde? Solche Fragen blieben Jahrzehnte im Geheimen, denn der Dienst pflegte kaum Kontakt zur Forschung und sah keinen Anlass, sein Tun öffentlich zu erörtern. Das beginnt sich seit einigen Jahren zu ändern. Die systematische Aufarbeitung von den bräunlichen Anfängen bis zur Rolle des Dienstes beim Ende des Kalten Krieges könnte das konstruktivste Vermächtnis des im Winter scheidenden BND-Präsidenten Ernst Uhrlau sein.

Seit dem Frühjahr arbeitet eine externe Forschergruppe gemeinsam mit Haushistorikern des BND an dieser Aufgabe. Nun übergibt der BND etwa 5000 bisher überwiegend geheime Seiten dem Bundesarchiv. Anhand derer können sich dann auch forschende Dritte ein Bild von der Arbeitsweise des BND machen. Die Historikergruppe will nicht jahrelang lesend und schreibend hinter den Pullacher Mauern verbringen, ehe sie ein umfangreiches Werk nach Art der Publikation „Das Amt“ (über das Außenministerium) übergibt. Vielmehr soll die interessierte Öffentlichkeit auch an den Zwischenschritten der Aktenfreigabe beteiligt werden.

„Maßnahmen im Anlaufen“

Die Aktenteile, die nun bald im Bestand 206 des Bundesarchivs ankommen sollen, enthalten unter anderem Lagemeldungen aus den Wochen vor dem Mauerbau. So berichtet etwa ein Informant am 29. Juni 1961, sechs Wochen vor dem Mauerbau am 13. August, per „geheim-dringendes Fernschreiben“ an die BND-Zentrale über Veränderungen bei den „bewaffneten Organen des Ministeriums des Inneren“ am Ring um Berlin. Angeblich werde ein Truppenteil der Volkspolizei aus der Kaserne Rummelsburg auf die umliegenden Privatquartiere verteilt, um Platz für die Bewaffneten einer dorthin verlegten „Volkspolizei-Bereitschaft“ zu schaffen.

Der Kommandeur der Stammmannschaft habe „in einer Ansprache während eines Appells der Einheit“ gesagt, die „Regierung der DDR wolle mehr Volkspolizisten in Berlin zur Verfügung haben“. Nach Einschätzung des BND-Berichterstatters „verdichtet sich der Eindruck, dass hier Maßnahmen im Anlaufen sind, die in Zusammenhang mit der angekündigten Regelung der Berlin-Frage stehen könnten“.

Weiterlesen bei der FAZ , Bildquelle: FAZ

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